E.M.R. – Flüchtlinge in Paris am Vorabend des Zweiten Weltkriegs

  • Die meisten von Euch werden wohl nicht die Initialen E.M.R. zuordnen können, es verbirgt sich hinter ihnen kein geringerer als Erich Maria Remarque, der eigentlich als Erich Paul Remark gegen Ende des 19. Jahrhunderts geboren wurde. Sein bekanntester Roman ist wohl Im Westen nichts Neues, in welchem er die Schrecken des Ersten Weltkriegs beschreibt.


    Während die Nazis ihn ob seiner unerschrockenen Friedensbotschaften in seinen Romanen daher vehement ächteten, seine deutsche Staatsbürgerschaft in Folge aberkannten, lebte er nach dem Krieg sowohl als Exil-Schweizer weiterhin dort, aber ebenso in den USA, um schließlich 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft zu erhalten.

    In meiner zweiten Wortklang-Sendung am 07. Februar möchte ich Euch Remarques 6. Roman ans Herz legen, Arc de Triomphe, daraus rezitieren. „Paris 1939, am Vorabend der Katastrophe: Im Schatten des Triumphbogens unter anderen deutschen Emigranten auch der politisch verfolgte Chirurg Dr. Ravic verborgen. Sein Wille, Krieg und Naziregime zu überleben, ist stärker als Berufsverbot und Verfolgung durch die Gestapo; er triumphiert über die Not jener dunklen Zeit und erweist sich sogar als stark genug, um auch der am Leben verzweifelten Schauspielerin Joan Madon neue Hoffnung zu geben. Liebe und Schicksal dieses Paares stehen hier stellvertretend für den Lebensweg all derer, die Deutschland nach 1933 verlassen mußten.“ (nachzulesen auf der Rückseite des beim Verlag Ullstein erschienenen Taschenbuchs)

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