Neu Bedürftigen helfen: Sollte ich Bettlern Geld geben?

  • Menschen, die um eine finanzielle Zuwendung bitten, begegnet man in allen Großstädten. Wann ist es tatsächlich sinnvoll, jemandem Geld zu geben? Und welche anderen Möglichkeiten gibt es, um Bedürftigen zu helfen?

    Gerade in der Vorweihnachtszeit werden wir ständig dazu aufgefordert, Menschen, denen es schlechter geht als uns, mit einer Geldgabe zu helfen. Neben Bettlern auf der Straße und Musikanten in der U-Bahn treten zum Jahresende vermehrt auch Hilfsorganisationen in Aktion, die ihre Spendendosen für wohltätige Zwecke füllen möchten.

    Wer nur schnell seine Weihnachtseinkäufe erledigen wollte, kann von den wiederkehrenden Aufforderungen in der Fußgängerzone schnell auch genervt sein. Dazu kommt ein latent schlechtes Gewissen, weil man nicht jedem Bittsteller etwas geben kann oder möchte.

    Berichte über den Missbrauch von Spendengeldern durch Hilfsorganisationen und organisierte Bettler-Banden aus Osteuropasteigern das ungute Gefühl. Wie geht man damit um, wenn man trotz all dem die Augen nicht vor notleidenden Menschen verschließen möchte?



    Genau hinsehen


    "Wichtig ist es erst mal, dass man einen Menschen überhaupt richtig wahrnimmt", sagt Major Achim Janowski von der Heilsarmee: "Da ist jemand, dem es schlechter geht als mir."

    Wer genau hinsehe, könne in vielen Fällen schnell erkennen, welche Art von Hilfe angebracht ist. Jetzt im Winter seien die frostigen Temperaturen eine große Gefahr für Menschen, die sich draußen aufhalten. "Ist er von der Kälte vielleicht so geschwächt, dass er schon wegdämmert? Im Zweifel sollten Sie sich nicht scheuen, den Rettungsdienst zu rufen", sagt Janowski.


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