Orange is the new black - eher enttäuschende 6. Staffel

  • evtl mal was zu den anderen Staffeln zu einem anderen Zeitpunkt:


    Schade...die 6. Staffel bleibt deutlich hinter der Qualität der Vorgänger zurück. Viel zu viele uninteressante Charaktere, perverse Wärter ohne jede Empathie - bis auf wenige Ausnahmen - und ein geradezu ekelhaftes Spiel der Wärter sowie die Tatsache, dass das Schicksal der Frauen einem bis auf ein paar besonders interessante Charaktere zunehmend gleichgültiger wird...all das sorgt dafür, dass die Staffel trotz einiger Highlights die mit Abstand schwächste ist.

    Hatten auch die Vorgänger schon den einen oder anderen Nerv-Charakter, so hat man hier immer mehr das Gefühl, mit dem Verlassen der Litchfield-Strafanstalt wird es nicht nur für die Insassinnen mieser und ekelhafter, auch Spannung und Humor sind hier nur noch in Ansätzen zu finden...

    Wirklich bewegend ist eigentlich nur das Schicksal von Taystee - allein die Tatsache, dass die korrupte Haftanstalt-Company sie opfern will um einen widerwärtigen Typen wie Piscatella zu rächen, der Spaß daran hatte, Menschen zu quälen und letzten Endes für Pousseys Tod verantwortlich gewesen ist, macht schon wütend...

    Zudem hat auch Taystee mit die besten Dialoge, die sehr zum Nachdenken anregen und die - gerade auch im Hinblick auf die rasstische Situation, nicht nur in den Staaten - leider traurige Wahrheiten sein dürften...

    Gerechtigkeit liegt in dieser Staffel leider sehr weit entfernt...ob und wie es doch noch zu einem Happy-End kommt, sei hier nicht verraten...nur soviel: Die Staffel habe ich als einzige teilweise beim zocken geschaut, weil sie zu viele uninteressante Charaktere und Idioten gezeigt hat, die kaum die Spielzeit wert gewesen waren. Echte Freundschaften und starke Szenen wie in den Vorgängerstaffeln waren leider rar...

    Fazit: schwächste Staffel, bin eher dran geblieben, weil mich das Schicksal einzelner Charaktere einfach interessiert hat....

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